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Zukunft der Gesundheits- und Krankenhausversorgung: Bekenntnis zum Standort Eckernförde der imland Klinik

Eine gute, gerechte und flächendeckende Gesundheitsversorgung ist für mich eines der wichtigsten Themen für die kommende Wahlperiode. Die Corona-Krise hat noch einmal verdeutlicht, dass Gewinnmaximierung und Kostenminimierung im Gesundheitssystem und der Krankenhausversorgung nicht das Maß aller Dinge sein dürfen. Wieso während einer weiter anhaltenden Pandemie über die Schließung der imland Klinik in Eckernförde debattiert wird, kann ich nicht nachvollziehen.
In den letzten Monaten haben wir als SPD wiederholt das Gespräch mit dem Betriebsrat, Beschäftigten und der Geschäftsführung der imland Klinik gesucht und dabei deutlich gemacht, dass wir fest zum Standort Eckernförde und an der Seite der Beschäftigten stehen. Wenn langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ihrer Sorge um den Standort berichten, berührt mich das. Und ich handele – für uns als SPD ist klar: Die Fallfinanzierung im Gesundheitssystem ist nicht der richtige Weg. Krankheiten und Patientinnen und Patienten brauchen individuelle Behandlungen. Auf Durchschnittswerten basierende Kostenpauschalen sind nicht die richtige Antwort. Deswegen setze ich mich für eine bedarfsgerechte Grundfinanzierung von Krankenhäusern ein.
Während die Bundespolitik für die grundsätzliche Krankenhausfinanzierung zuständig ist, trägt der Kreis Rendsburg- Eckernförde die Kosten des laufenden Betriebs. Auch dank der SPD-Kreistagsfraktion ist der Kreis in den letzten Jahren immer wieder bei Liquiditätsproblemen eingesprungen. Über Investitionen wird jedoch in der Landespolitik entschieden. Wie gut das läuft, zeigt der immense Investitionsstau in den Kliniken.
Nicht nur meine Familie hat im Eckernförder Klinikum wichtige Momente erlebt und medizinische Versorgung erfahren. Ich bin nicht zuletzt in diesem Krankenhaus geboren worden. Bis ein Klinik-Neubau auf der grünen Wiese, wie ihn die CDU vorschlägt, einsatzbereit ist, können bis zu 20 Jahre ins Land ziehen. Was in der Zwischenzeit passieren soll, beantwortet dieser Vorschlag nicht. Die unsichere Zukunft der imland Kliniken führt dazu, dass Fachpersonal zu anderen Kliniken wechselt und Bewerberinnen und Bewerber abspringen. Aber das ist erst der Anfang: Das Krankenhaus in Eckernförde könnte bald nicht mehr da sein. Damit würde nicht nur eine große Lücke in der Gesundheitsversorgung entstehen, sondern es wären auch über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon betroffen. Wir setzen uns hier vor Ort und in Berlin dafür ein, dass dieses Szenario nicht Wirklichkeit wird.
 
Sönke Rix, MdB
Sabrina Jacob,
Vorsitzende SPD Rendsburg-Eckernförde