· 

Klimaschutz plus Mobilitätsoffensive

SPD: Taten statt Worte beim Klimaschutz

Mit der Ortsgruppe von Fridays for Future hat die SPD Eckernförde einen intensiven Austausch über die Forderungen und Vorstellungen von Klimaschutz aus deren Sicht geführt. Das Engagement der Gruppe ist vorbildlich.

Die SPD vertritt die Auffassung, dass zukünftig bei allen Handlungen und Beschlüssen der Stadt Eckernförde die Auswirkung auf das Klima berücksichtigt werden müssen. Das heißt, jede Abwägungsentscheidung soll nicht allein nach wirtschaftlichen Kriterien erfolgen. Die Maßgabe ist, dass bei allen umzusetzenden Maßnahmen die Auswirkung auf das Klima so gering wie möglich gehalten werden bzw. Maßnahmen mit höherer Klimafreundlichkeit stärker zu gewichten und zu fördern sind. Beispielhaft bedeutet dies, dass eher ein elektrisch angetriebener Bus statt eines Dieselbusses anzuschaffen ist, auch wenn der elektrisch angetriebene Bus teurer ist als der Dieselbus. Dieser Grundsatz ist auf die städtischen Gesellschaften ETMG und die Eckernförder Stadtwerke zu übertragen.

Eckernförde auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt

Auch das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2015 ist in der Vergangenheit leider viel zu sehr als Beiwerk vernachlässigt worden. Der dort genannte Zeithorizont für die Umsetzung von Maßnahmen ist teilweise bereits überschritten

Zudem müssen die Ziele der vorgeschlagenen Maßnahmen überarbeitet werden, damit Eckernförde das Ziel Klimaneutralität 2035 erreichen kann.

Die SPD wird im nächsten Umweltausschuss beantragen, dass die Verwaltung eine Auflistung von Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept erstellt, die vorgezogen werden können.

Gleichzeitig wird die SPD beantragen, das Klimaschutzkonzept zu evaluieren und verbindlich fortzuschreiben.

 

Eine Mobilitätsoffensive für Eckernförde

Klimaschutz kann auf vielfältige Weise erfolgen. Ein wesentlicher Aspekt ist aus Sicht der SPD Eckernförde die Mobilität. 

Die SPD hat das klare Ziel, dass Eckernförde ein Aushängeschild für zukunftsgerichtete und nachhaltige Mobilität ist. Die Belange von RadfahrerInnen und FußgängerInnen sind dabei verstärkt zu berücksichtigen. Auch Car- bzw. Bike-Sharing-Angebote sowie ein attraktiver ÖPNV sollen dafür sorgendass dieNotwendigkeit der Nutzung eines PKW nicht mehr zwingend gegeben ist.

Die SPD Eckernförde setzt hier seit vielen Jahren die Akzente. Eckernförde hat ein Radverkehrskonzept (Beschluss 2014) und ein ÖPNV-Konzept (Beschluss 2019), allesamt in großen Teilen von der SPD Eckernförde initiiert und miterarbeitet. Leider ist aus diesen Konzepten bisher wenig umgesetzt worden. Das muss sich schnellstmöglich ändern. 

Im kommenden Bauausschuss wird die SPD Eckernförde daher drei Anträge zur Verbesserung der Radverkehrssituation in der Stadt stellen. Es sollte unstreitig sein, dass es weiterer attraktivitätssteigernder Maßnahmen bedarf, um mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen.

Die SPD setzt sich dafür ein, dass dem Radverkehr in Eckernförde zukünftig eine herausgehobene Stellung zuerkannt wird. Die Maßnahmen des Radverkehrskonzepts sind prioritär umzusetzen. Gleichzeitig ist das Radverkehrskonzept fortzuschreiben. 

Der ÖPNV in Eckernförde wird zum 01.01.2021 einen Systemwechsel erfahren und mit mehr Linien und attraktiveren Routenverläufen einen Neustart wagen. Doch damit es wirklich als attraktives alternatives Fortbewegungsmittel anerkannt wird, sind vorbereitende Maßnahmen aus dem ÖPNV-Konzept aus Sicht der SPD bereits bis zum Systemwechsel umzusetzen. Hier muss von der Verwaltung eine konkrete Zeitplanung erarbeitet werden, damit die vorbereitenden Maßnahmen bereits jetzt beginnen können.

Zur Verringerung des Kfz-Verkehrs in der Stadt sollte zudem nochmals geprüft werden, inwieweit Park-Ride-Parkplätze in den Außenbereichen der Stadt bzw. in Kooperation mit den Umlandgemeinden geschaffen werden können. 

Bei der Neuerrichtung von Parkflächen in der Innenstadt (bspw. 3. Gleis / Grüner Weg) sind in erheblichem Maße auch Plätze für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vorzusehen.