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Neujahrsgrußwort

Liebe Eckernförderinnen und Eckernförder

 

Traditionell blicken wir zum Jahreswechsel auf das vergangene Jahr zurück und ziehen Bilanz und gleichzeitig wagen einen Blick nach vorne, auf das, was das neue Jahr uns wohl bringen mag.

Da letzte Jahr war geprägt durch die Kommunalwahl und unser Dank gilt ganz besonders Ihnen, die uns mit ihrem Vertrauen in unserer Arbeit bestätigten und uns die Motivation geben die Zukunft Eckernfördes aktiv weiter mitzugestalten. Wir nehmen den Auftrag gerne an. Die veränderte politische Lage bedeutet zum einen mehr Verantwortung für viele, zum anderen wird mehr Bereitschaft aller zum Kompromiss von den Fraktionen im Rat gefordert. Allerdings wird die Mehrzahl durchaus verschiedener Auffassungen um die künftige Gestaltung Eckernfördes auch von uns allen mehr Fähigkeit zur kontroversen Diskussion fordern. Es wird durchaus häufiger vorkommen können, dass Beschlüsse mit knapperen Mehrheiten geschlossen werden, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Dies ist nicht zuletzt ein Ausweis von Demokratie. Kontroverser Austausch in der Sache, aber fairer, respektvoller Umgang im Ton. In Eckernförde haben wir glücklicherweise keine Probleme damit im politischen Raum. Die Entwicklung in den immer bedeutender werdenden sozialen Netzwerken ist allerdings eine andere. Daher müssen wir alle Parteien, Fraktionen aber auch engagierte Bürgerinnen und Bürger uns die Erkenntnis erhalten, dass andere Auffassungen Teil der Demokratie. Dass dies nicht Ausweis einer Geringschätzung für Andersdenkende bedeutet. Es ist allerdings ein demokratischer Austausch nicht gewährleistet ist und es muss dort entschieden entgegen und aufgetreten werden, wenn unter dem Mantel der Meinungsfreiheit versucht wird, insbesondere die Diskriminierung und Stigmatisierung von Minderheiten salonfähig zu machen sowie das Vertrauen in staatliche Institutionen zu schwächen Wir werden uns als SPD solchen Bestrebungen immer und überall klar und deutlich entgegenstellen.. Unsere Demokratie ist eine Errungenschaft. Sie ist nicht selbstverständlich und sie muss Tag auf Tag im respektvollen Diskurs errungen werden. 

 

Eckernförde ist in den letzten Jahren insgesamt gut aufgestellt gewesen. Wir stellen allerdings in den letzten Jahren eine Entwicklung fest, die besorgt macht. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Stadt. Die Zuwachsraten der letzten Jahre sind enorm. Allerdings müssen wir definieren, wie weit der weitere Aufwuchs von Übernachtungszahlen noch Priorität für uns hat. Ist es wirklich so wichtig für Eckernförde Kreuzfahrtschiffhafen zu sein – mit all den ökologischen Zusatzeffekten? Brauchen wir wirklich noch mehr Ferienunterkünfte zulasten bezahlbaren Wohnraums? Für die SPD erscheint es an der Zeit umzusteuern. Wir müssen uns verstärkt um die Schaffung zusätzlichen bezahlbaren Wohnraums in unserer Stadt kümmern, wie beispielsweise bei der Nooröffnung vorgesehen. 

Die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt und das ist gut so. Allerdings wird damit der Bedarf an Mobilität für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger steigen, sodass der Ausbau und die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs eine wichtige Zukunftsaufgabe ist und bleiben wird. Und ja, wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass der Kinostandort Bahnhof realisiert wird. Die in diesem Zusammenhang durch die Mehrheit von CDU, SSW und FDP gerade beschlossene Verlegung des Skaterparks ist und bleibt ein Fehler.

 

Arbeit wartet genug im neuen Jahr. Packen wir es gemeinsam zusammen an. Wir wünschen Ihnen ein gesundes, zufriedenes und gutes neues Jahr. 

 

Petra Neumann (Ortsvereinsvorsitzende); Jürgen Neumann (Fraktionsvorsitzender)

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